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Aus dem Tagebuch einer Naturseife

  • Autorenbild: Soapman
    Soapman
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Liebes Tagebuch,

ich fühle mich benutzt!


Eine Naturseife schreibt in ihr Tagebuch

Im Ernst, das ständige Geschrubbe und Geschäume ist irgendwie zur Routine geworden und es ermüdet mich und dann lässt mich der Herr des Hauses meistens auch noch in der sumpfigen Ablage in der Dusche liegen. Ich glaube ich hänge mich auf! Also in mein Organzasackerl, dafür ist es ja da.

Ist das so schwer mich darin auf zu hängen?. Wenn ich marinieren wollte wäre ich ein Essiggurkerl geworden und keine echte Naturseife!


So stolz war ich als ich hier herkam. Die Mrs. des Hauses hat mich in der Dusche platziert und ich konnte den ganzen Tag einfach nur rumhängen. Zugegeben die Nachbarschaft ist gewöhnungsbedürftig! Da ist diese arrogante Duschgel Flasche. Der ältere Filius des Hauses verwendet die. Dem ist Waschen mit Seife zu Retro, der steht anscheinend auf Erdöl auf der Haut. Wenn er meint. Der wird es auch noch billiger geben wenn er sich das Zeug später einmal selber kaufen muss. Da bin ich schon erheblich preiswerter und ergiebiger!


Wenn der Duschvorhang manchmal offen ist schau ich gerne zum Waschbecken hinüber. Da liegt sie, die Kaffeeseife, rund, duftend und so edel, in ihrer wunderschönen handgemachten Keramik-Seifenschale. Ich muss sagen, da kommen mir schon öfters schmutzige Gedanken. STOP reiß dich zusammen, du bist eine echte Naturseife und das gehört sich nicht!


Stimmt ja, mein Job als Naturseife ist dienen und das mache ich grundsätzlich auch gerne. Es ist teilweise ja auch lustig wenn der Herr des Hauses morgens zum Duschen ins Bad kommt, das ist dann oft wie eine Art "Tour de Trance".



Ein Mann steht unter der kalten Dusche

Neulich in der Nacht ist anscheinend die Heizung ausgefallen und es kam nach sehr kurzer Zeit nur eiskaltes Wasser aus der Brause. Was haben wir gelacht also das feste Shampoo und ich, das war ein Spaß. Der Prozess des Erwachens von dem Duschzombie wurde rapide beschleunigt und der freiwerdende Schrei klang ein bisschen wie der eines kleinen Mädchens, naja mit Bierbauch.

Der Bierbauchträger behautet ja immer er wäscht sich auch die Haare mit mir, aber wo sollen die sein die Haare, am Kopf sicher nicht. Da ist polieren statt frisieren angesagt.


Hin und wieder krallt er sich auch das feste Haar-Shampoo von der Mrs. und wäscht sich den ganzen Körper damit. Das feste Shampoo sagt zwar immer das ihm das nichts macht, aber ich höre es dann immer leise weinen wenn wir allein sind.


Du siehst liebes Tagebuch, es tut sich was in meinem Leben. Neulich hat mich zum Beispiel das jüngste Mitglied des Hauses, das Baby, in die Finger bekommen und mich kurzer Hand entführt. Ich sag nur so viel: Es war schrecklich, aber davon erzähl ich dir ein anderes Mal.


Bis die Tage.

 
 
 

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